Fette gehören nicht in den Kanal


Strakonický deník | Autor: PETR ŠKOTKO | 22.12.2009


Schwerwiegende Probleme in der Kanalisation können Fette und Öle verursachen, die oft wegen Unkenntnis in Spülen oder Toiletten entsorgt werden. Gerade nach Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen verzeichnet die Wasserwirtschaft erhöhte Mengen von diesen Fetten in der Kanalisation und nachfolgend in Abwasserkläranlagen. In allen größeren Städten betrifft dieses Problem vor allem dicht besiedelte Gebiete, also vor allem Wohngebiete.

"Nachdem die Fette abgekühlt sind, entstehen in Kanälen Klümpchen, auf welchen schrittweise weitere Stoffe haften bleiben. Diese Klümpchen verstopfen dann in weiterer Folge Pumpen in den Anlagen. Sonden, die den Pumpenbetrieb steuern, werden bedeckt, bis die Arbeit der Pumpen zum Erliegen gebracht wird. Fette in der Kanalisation werden auch teilweise zerlegt, wodurch Fettsäuren entstehen, welche die Korrosion von den Wänden und Rohrleitungen der Kanäle erhöhen", sagt Jan Jindra, Leiter der Abteilung für die technische Entwicklung der Gesellschaft Vak JC.

"In der Kanalisation bilden Fette und Öle nach dem Vermischen mit anderen Verschmutzungen feste Schichten, die den freien Lauf von Wasser verhindern und sehr aufwendig beseitigt werden müssen. Noch aufwendiger ist die Liquidation von Fetten, die in Abwasserkläranlagen eingeleitet werden", ergänzt Jiří Lipold, technischer Direktor von 1. JVS a.s.

Wie soll man also diese Abfälle richtig entsorgen? Eine Einleitung in die Kanalisation ist grundsätzlich nicht zulässig. Derzeit ermöglichen viele Städte und Gemeinden ihren Bürgern die Entsorgung von Fetten und Ölen in den dafür vorgesehenen Sammelstellen. Die Bewohner aus Budweis können beispielsweise kostenlos Dienstleistungen des städtischen Abfallsammelhofes nutzen, wo spezielle Behälter für die Entsorgung von gebrauchten Lebensmittelölen zur Verfügung stehen.

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